Ankündigung Themenreihe: Geschlechtergerechte Sprache

Bereits zu Beginn dieses Blogs habe ich angekündigt, einen Beitrag zur geschlechtergerechten Sprache zu schreiben. Lange habe ich mich davor gedrückt, diesen Text zu verfassen, nicht nur weil dieses Thema sehr komplex ist, sondern auch weil es emotional so stark aufgeladen ist. Nicht selten hat man den Eindruck, es gäbe eigentlich nur zwei Optionen, und man müsse sich entscheiden, wo man hingehört: Antifeministen, die jeden Vorschlag für eine geschlechtergerechte Sprache kategorisch ablehnen, weil es nerve und natürlich auch vollkommen überflüssig sei, und Feministen, die forcierte Sprachänderungen grundsätzlich befürworten und ihre jeweils favorisierten Änderungen umsetzen. Viele Feministen halten es also nicht nur für ausgemacht, dass unsere Sprache sexistisch ist, sondern sie sind zudem der Auffassung, dass sich Feminismus und das (vorläufige) Beibehalten der Sprachtradition nicht miteinander vertragen. Ich habe damit Schwierigkeiten. Mitunter klingt es fast so, als seien Binnen-I, Sternchen oder Unterstriche feministisches Dogma. Es wird so getan, als könne es unmöglich gute Argumente gegen forcierte Sprachänderungen geben. Das aber wird meines Erachtens der Vielschichtigkeit des Gegenstands überhaupt nicht gerecht. Es gibt sogar so vieles zu bedenken, dass ich mich außerstande sehe, dieses Thema hier in einem oder zwei Beiträgen abzuhandeln. Ich werde daher heute eine Themenreihe zur geschlechtergerechten Sprache starten. Wie viele Teile es geben wird, kann ich aber momentan noch nicht absehen.

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