Zwangspause

The Saddest Snowman In The World

Lieber Leserinnen und Leser

Aus beruflichen Gründen bin ich leider gezwungen, diesen Blog in den nächsten Monaten stark zu vernachlässigen. Konkret bedeutet das: Ich werde hier im nächsten halben Jahr bestenfalls in unregelmäßigen Abständen Beiträge veröffentlichen können.

Bis hoffentlich bald!

Eure Anne Bonny

PS Bis auf Weiteres werde ich kein soziales Netzwerk mehr nutzen. Der Gewinn dieser Kommunikationsart steht für mich momentan zu sehr in Frage. Ich habe dort mitunter äußerst viel Zeit verbracht, um verschiedenste Thesen oder Behauptungen zu diskutieren. Ob mich und andere das inhaltlich weitergebracht hat, ist aber leider mindestens unklar. Ich denke, die Zeit ist daher reif, sich von facebook & Co zu verabschieden. Ich werde die so gewonnene Zeit hoffentlich besser verwenden, zum Beispiel zum Verfassen von neuen Beiträgen… 😉

 

 

Bildrechte: The Saddest Snowman In The World von Phil Nelson auf flickr, CC BY 2.0

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Der Schrecken nach der Schreckensnacht

Zu den Auseinandersetzungen nach den Übergriffen in Köln an Silvester

Trinity von Katie Tegtmeyer

Wie viele andere Feministen habe auch ich in der letzten Woche mit Entsetzen die vielen Kommentare rund um die Ereignisse auf dem Domplatz in der Silvesternacht in Köln verfolgt, in denen die Opfer dieser Nacht instrumentalisiert werden, um gegen Migranten aus islamisch geprägten Ländern zu hetzen und gegen Flüchtlinge mobil zu machen.

Wie so oft, wenn jemand zu vehement mit dem Finger auf andere zeigt, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die starke Abgrenzung vor allem dem Zwecke der Ablenkung von den eigenen Problemen dient. Schließlich lässt sich mit solchen Manövern hervorragend verhindern, dass die eigenen Verfehlungen ins Blickfeld geraten. So haben zurecht viele Feministen in der letzten Woche darauf hingewiesen, dass nun keiner so tun solle, als sei Rape Culture ein „importiertes Problem“, das wir zuvor nur aus Medienberichten von fernen Ländern gekannt hätten. Dass sexualisierte Gewalt auch in Deutschland Alltag ist, ist natürlich längst bekannt, hat aber nie eine Welle der Empörung geschlagen. Nicht selten wurde das Problem massiv heruntergespielt oder mündete in victim blaming. Für die meisten, so scheint es leider, ist dieses Thema eben nur dann bedeutsam, wenn sie damit andere politische Ziele verfolgen können.

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Schlumpfine aus der Tüte

Schlumpfine _Bildrechte_AnneWirklich gut an Schlumpfine ist aus feministischer Sicht wohl nur eines. Sie hat einem häufig anzutreffenden sexistischen Phänomen einen griffigen Namen verliehen: dem Schlumpfine-Prinzip. Das im Englischen sogenannte Smurfette-Principle beschrieb Katha Pollitt erstmals 1991 in der New York Times. Es bezeichnet die wiederkehrende Trope in Geschichten, insbesondere im Film- und Fernsehbereich, bei der abgesehen von einer einzelnen weiblichen Figur (für gewöhnlich äußerst stereotyp dargestellt) alle wichtigen Charaktere männlich sind, so dass es dem aufmerksamen Zuschauer fast so scheinen muss, als würden die meisten Geschichten aus Film und Fernsehen in einer Art Schlumpfenreich spielen, wo es genau ein weibliches Wesen unter Hunderten oder gar Abertausenden von Männern gibt. Durch solche Geschichten wird das Männliche als Norm, das Weibliche als Abweichung von der Norm gesetzt.

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Geschlechtergerechte Sprache und Elitarismus

Gendergerechte Sprache Teil V

schemenhaft erkennbare Graduierte in Graduiertenrobe

Häufig wenn die Befürworter der Sprachneuerungen zur Vermeidung des genererischen Maskulinums darlegen, was sich den dafür vorgeschlagenen Sprachvariationen entgegenhalten lasse, bringen sie zwei Punkte vor: 1. Werde das Deutsche durch die neuen Symbole unleserlicher. 2. Bräuchten wir keine neuen Sprachformen, da ja unsere Sprache bereits allen Geschlechtern gerecht werde (Frauen seien doch beim generischen Maskulinum mitgemeint und das genüge vollkommen). Als Entgegnung auf diese Hinweise werden dann von den Feministen Studien zitiert, die diese Behauptungen widerlegen. Selbst wenn kein einziger Gegner der Sprachneuerungen zur Vermeidung des generischen Maskulinums weitere und bessere Argumente vorgebracht hätte, wäre es der Sache nur angemessen, wenn sich Befürworter entsprechender Änderungen unserer Sprache ernsthafter überlegen würden, was prinzipiell gegen diese sprechen könnte (siehe auch das Prinzip der wohlwollenden Interpretation), nicht zuletzt weil es niemanden weiterbringt, wenn die Gräben zwischen Befürwortern und Gegnern immer tiefer werden.

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Gender-Sternchen hinter Geschlechtsbezeichnungen

Gendergerechte Sprache Teil IV

Nachtrag zum Beitrag Binnen-I, Gender Gap oder Pusch-Deutsch?: Das Gender-Sternchen wird nicht nur bei der Vermeidung des generischen Maskulinums eingesetzt. Mitunter sieht man es hinter allen oder zumindest manchen Geschlechtsbezeichnungen: Frau*, Mann*, Junge*, Mädchen*, aber auch Trans*, Inter*. Es gibt, wie es scheint, bislang keine einheitliche Vorstellung davon, wofür es überhaupt stehen soll. So wird häufig bekundet, es „symbolisiert dessen konstruierten Charakter und verweist auf eine Unabhängigkeit des Begriffs vom biologischen Geschlecht.“ Oft heißt es dann, dass deshalb bei der Verwendung von Frau (ohne Sternchen) nur diejenigen Personen angesprochen seien, die biologisch als Frau gelten, während ja mit Frau* alle gemeint seien, auch diejenigen, die sich als Frau verstehen, während sie medizinisch gesehen keine sind. Das Problem ist allerdings Folgendes: Entweder ist der Begriff Frau ein Konstrukt, das wir an anderen Kriterien als den biologischen Geschlechtsmerkmalen (Chromosomen, Hormone und Geschlechtsorgane) festmachen. Dann aber ist es zunächst einmal eine offene Frage, woran wir festmachen, wer eine Frau ist (Geschlechtsidentität und äußeres Erscheinungsbild/Kleidung etc. wären dafür Kandidaten). Würde sich die Zuschreibung an diesen Kriterien festmachen lassen, wären allerdings diejenigen, die sich als Frau fühlen oder kleiden etc. auch mit Frau (ohne Sternchen) angesprochen. Oder es gibt einen (notwendigen) Zusammenhang zwischen der Zuschreibung Frau und dem biologischen Geschlecht. Dann aber wäre die These nicht korrekt, dass die Geschlechtszuschreibungen konstruierten Charakter haben. Wer den konstruierten Charakter bestimmter Geschlechtszuschreibungen hervorheben will, kann das Sternchen auch nicht sinnvoll hinter Trans (Trans*Personen) verwenden.

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Binnen-I, Gender Gap oder Pusch-Deutsch?

Gendergerechte Sprache Teil III

Buchstaben

Wie ich in meinen Beiträgen „Männlich, weiblich oder sächlich?“ und „So sollte man nicht reden“ dargelegt habe, ist unsere Sprache in Sachen Geschlechtergerechtigkeit alles andere als vorbildlich. So ist das Deutsche ungerecht gegenüber Transgenderpersonen, weil es nur zwei Geschlechter kennt, es ist ungerecht gegenüber allen Nicht-Männern, weil das generische Maskulinum dazu führt, dass selbst bei geschlechtsneutralen oder gemischtgeschlechtlichen Personenbezeichnungen zunächst an Männer gedacht wird. Es ist natürlich auch ungerecht, insofern es zahlreiche geschlechtsspezifische diskriminierende Wörter und Redewendungen gibt („Schlampe“, seinen Mann stehen“ oder „Sei nicht so ein Mädchen!“ etc.). Nun ist die Sprache natürlich kein Akteur. Man könnte deshalb meinen, sie könne nur so ungerecht sein wie ihre Sprecher. Während sich allerdings problematische Redewendungen und Schimpfwörter von den Sprechern vermeiden lassen, ist das bei einer sexistischen Grammatik wie dem generischen Maskulinum oder gar dem Fehlen eines Pronomens nicht ohne Weiteres möglich.

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Aus aktuellem Anlass: Thomalla und die Misogynie bei Frauen

Nach der Kritik aus feministischen Reihen an der „hart aber fair“-Folge vom 2. März verteidigte sich Sophia Thomalla, Talkgast der entsprechenden Sendung, gegenüber der BILD-Zeitung mit der folgenden Äußerung: „Ich als Frau soll frauenfeindlich sein? Immer wieder erstaunlich, was Frauen sich so einfallen lassen, um Frauen vor so Frauen wie mir zu beschützen. […]“

Wie schön Thomalla doch hier mit Worten kokettiert! „Ich als Frau soll gegen Gleichberechtigung sein?“, hätte wohl nicht ganz so absurd geklungen wie die gewählten Worte. Aber lassen wir das einmal beiseite. Auch wenn es paradox klingen mag und dies möglicherweise auch nicht Thomallas dringlichstes Problem ist: Das Phänomen des Frauenhasses, der Misogynie, kann es durchaus auch bei Frauen geben. Und das ist wahrlich keine seltsame Erfindung von Frauen für Frauen.

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So sollte man nicht reden!

Gendergerechte Sprache Teil II

Heute werde ich zunächst einmal darlegen, was das generische Maskulinum ist und warum es als problematisch erachtet wird. Im nächsten Beitrag werde ich dann auf die verschiedenen feministischen Sprachänderungsvorschläge näher eingehen und diese bewerten.

So sollte man nicht reden!

Natürlich weiß jede(r), dass in diesem Satz alle Menschen angesprochen sind und nicht bloß Männer. Sonst hätte es ja heißen müssen:

So sollten Männer nicht reden!

Trotzdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Ähnlichkeit der spezifischen Geschlechtsbezeichnung Mann zu dem Indefinitpronomen man weder neutral noch Zufall ist.

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Männlich, weiblich oder sächlich?

Gendergerechte Sprache Teil I

Rest area

Die deutsche Sprache ist nicht gendergerecht: Das ist nicht erstaunlich, denn eine Gesellschaftsordnung und die zugehörigen Denkmuster können wohl kaum über die Jahrhunderte spurlos an der Sprache der jeweiligen Gesellschaft vorbeigehen. Im Deutschen haben wir dahingehend verschiedene Probleme zu verzeichnen: Eines davon ist, dass uns das Deutsche dazu zwingt, eine binäre Geschlechterordnung einzuhalten. Die deutsche Sprache kennt nämlich für erwachsene Personen nur zwei Geschlechter. Ein Erwachsener ist demnach entweder männlich (er) oder weiblich (sie). Viele Menschen lassen sich aber nicht in dieses binäre Geschlechtermodell pressen und wollen das auch gar nicht.

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Ankündigung Themenreihe: Gendergerechte Sprache

Bereits zu Beginn dieses Blogs habe ich angekündigt, einen Beitrag zur gendergerechten Sprache zu schreiben. Lange habe ich mich davor gedrückt, diesen Text zu verfassen, nicht nur weil dieses Thema sehr komplex ist, sondern auch weil es emotional so stark aufgeladen ist. Nicht selten hat man den Eindruck, es gäbe eigentlich nur zwei Optionen, und man müsse sich entscheiden, wo man hingehört: Antifeministen, die jeden Vorschlag für eine gendergerechtere Sprache kategorisch ablehnen, weil es nerve und natürlich auch vollkommen überflüssig sei, und Feministen, die forcierte Sprachänderungen grundsätzlich befürworten und ihre jeweils favorisierten Änderungen umsetzen. Viele Feministen halten es also nicht nur für ausgemacht, dass unsere Sprache sexistisch ist, sondern sie sind zudem der Auffassung, dass sich Feminismus und das (vorläufige) Beibehalten der Sprachtradition nicht miteinander vertragen. Ich habe damit Schwierigkeiten. Mitunter klingt es fast so, als seien Binnen-I, Sternchen oder Unterstriche feministisches Dogma. Es wird so getan, als könne es unmöglich gute Argumente gegen forcierte Sprachänderungen geben. Das aber wird der Vielschichtigkeit des Gegenstands überhaupt nicht gerecht. Es gibt sogar so vieles zu bedenken, dass ich mich außerstande sehe, dieses Thema hier in einem oder zwei Beiträgen abzuhandeln. Ich werde daher heute eine Themenreihe zur gendergerechten Sprache starten. Wie viele Teile es geben wird, kann ich aber momentan noch nicht absehen.

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Kurze Sommerpause

In der letzten Zeit hatte ich viel zu tun. Und auch in den nächsten zwei Wochen werde ich wohl kaum eine ruhige Minute finden. Ich muss daher leider eine kleine Blogpause einlegen. Den nächsten umfangreichen Beitrag werde ich am 19. Juli hier hochladen.

Zum Abschied in die kleine Sommerpause will ich euch noch zeigen, was ich vor ein paar Monaten auf der Damentoilette eines Baumarktes gefunden habe:

Klospruch: "Nur Frauen mit Schwänzen sind schön und natürlich!"

Ob das wohl als Anspielung auf queer-feministische Theorien zu verstehen ist?

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Weniger Sexismus beim Feiern

Am Freitagabend habe ich zum ersten Mal die folgenden Poster zum Thema „Weniger Sexismus beim Feiern“ auf einer Berliner Techno-Party präsentiert:

Ein Poster mit der Aufschrift: Weniger Sexismus beim Feiern

Da es in Berlin auch viele Partyfans gibt, die kein Deutsch sprechen, habe ich nebst der deutschen Version auch eine englische kreiert.

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Frauen auf deutschen Theaterbühnen

Faust, Roberto Alagna; Chorégies 2008 (ORANGE,FR84)

Ich gehe grundsätzlich ausgesprochen gern ins Theater. Dennoch ärgere ich mich auch des Öfteren darüber. Viele deutsche Theaterhäuser haben nämlich anscheinend in Sachen Gleichstellung der Geschlechter noch erheblichen Nachholbedarf, was sich nicht nur in der geringen Anzahl leitender Frauen (Intendanz und Regie) manifestiert, sondern vor allem auch in den Darstellungen der Frauenfiguren. Ich bin kein Theaterexperte, nur Freizeitbesucher. Ich gebe hier lediglich einen persönlichen Eindruck wieder, und ich lasse mich diesbezüglich auch gerne eines Besseren Belehren. Ich behaupte nicht, dass das Problem an allen Theaterhäusern besteht, dass also keine reflektierten Gegenbeispiele zu finden seien, – die gibt es nämlich durchaus. Vielmehr geht es mir um Tendenzen, die ich persönlich bei meinen Besuchen wahrgenommen habe. Mein Eindruck ist dabei, dass Themen wie „Gleichstellung von Frauen und Männern“, „Sexismus im Alltag“ oder „sexuelle Objektifizierung von Frauen“ noch keinen festen Platz im Denken und Treiben vieler Theaterschaffenden haben. Das ist insbesondere deshalb schade, aber auch erstaunlich, da sich ja gerade die Theaterschaffenden gerne den Hauch des Intellektuellen geben, nicht selten ihre Werke im eigenen Anspruchsdenken als etwas Gehobeneres betrachten als beispielsweise Blockbuster im Kino. In Sachen Sexismus stehen sie diesen Werken aber oft in nichts nach.

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Bekennt euch zum Feminismus!

HS YEARBOOK PHOTOS: Me and Roz give the photographer thumps up. The caption reads: "These two Sundancers added a burst of energy to the dance line."

In meinem ersten Beitrag habe ich mich darüber beklagt, dass so viele Personen pauschal den Feminismus ablehnen, anstatt sich einmal die Zeit zu nehmen, die einzelnen Thesen der Feministen* einer ernsthaften Untersuchung zu unterziehen. Somit wird jedes Zugeständnis an die feministische Bewegung von vornherein ausgeschlossen. Es gibt noch eine weitere Gruppe selbsternannter Feminismusgegner (oder vielleicht treffender gesagt: „Nicht-Feministen“), die gerne von den Feministen sprechen, mit denen sie nichts zu tun haben wollten. Zumeist reagieren diese Menschen auf die Frage, ob sie Feminist(in) seien, in etwa so: „Eigentlich finde ich ja Gleichberechtigung/Gleichstellung erstrebenswert, aber als Feminist(in) möchte ich mich wirklich nicht bezeichnen.“

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ZDFneo gegen Sexismus

Gestern (7.5.) war offenbar Feminismustag auf ZDFneo: Es wurden dem Thema gleich drei Sendungen am Abend gewidmet (Bambule, Herr Eppert: Wie sexistisch sind wir? Frau Kuttner & Herr Kavka (1)); alle auf ein junges Publikum zugeschnitten.
Besonders erfrischend und informativ fand ich die Reportage von Thorsten Eppert. Mit Witz und Charme beleuchtet der Moderator feministische und antifeministische Positionen in unserem Alltag. Haltungen wie „Sexismus tangiert mich gar nicht“, „Frauen sind zimperlich“, „Sexdarstellungen sind immer frauenverachtend“ oder „Feminismus ist doof, weil ich einmal wegen einer Frau nicht duschen durfte“ kommen zur Sprache. Er befragt u. a. Jugendliche aus der männlich dominierten Skaterszene, besucht Männerrechtler beim Grillen und Frauen, die Pornos für Frauen drehen. Dabei präsentiert er sich in seiner Rolle als Kommentator nicht als moralisch Erhabener. Er lässt sich auch selbst beim Sexismus ertappen.

Die Sendung kann man noch einige Tage hier in der ZDF-Mediathek anschauen, allerdings nur zwischen 22 und 6 Uhr.

  • Eine ausführliche Rezension von Arno Frank findet ihr im Spiegel Online.
  • Anne Fromm schreibt in ihrem Beitrag in der taz  zwar auch über diese Folge, letztlich nimmt sie aber mehr die gesamte Reportagen-Reihe von Eppert in den Blick.
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Wer sind eigentlich die Feministen?

Eine Gruppe Feministen

Immer wieder liest man in den deutschen Medien von den Feministen (seltener auch von den Feminist_innen, FeministInnen, Feminist!nnen), die dieses oder jenes gesagt hätten, durchsetzen wollten oder für richtig hielten. Das erweckt den Eindruck, es handle sich beim Feminismus um so etwas Ähnliches wie ein Parteiprogramm, worin nicht nur gemeinsame Ziele, sondern auch schon Wege vereinbart wurden, wie diese Ziele am besten zu erreichen seien. Angesichts der wenigen Thesen, die wirklich alle Feministen* teilen, kann davon jedoch nicht die Rede sein. Es ist kein Zufall, dass sich gerade Feminismusgegner diesem Sprechakt bedienen. Die ungerechtfertigten Verallgemeinerungen dienen für gewöhnlich einzig dazu, Denkansätze pauschal abzulehnen, ohne sich näher mit den einzelnen Thesen auseinanderzusetzen. Das Phänomen ist natürlich auch bei anderen Gruppierungen bekannt. Wenn es um Feminismus geht, scheint es aber besonders häufig aufzutreten.

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